Hermynia zur Mühlen, Fahrt ins Licht.
Erzählungen. 381 Seiten. 1999.
12, 5 x 19,5, broschiert.
Mit einem Vorwort von Karl-Markus Gauß.
ISBN 3-901960-1-5.
Preis:  € 17,60  SFr 26,40
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Neuauflage des seit seiner Erstauflage 1936 nicht wieder erschienenen Geschichtenbuches der wohl bedeutendsten unter den vergessenen österreichischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, die Insidern heute vor allem noch als Exponentin des sozialistisch-aufklärerischen Unterhaltungsromanes und als Übersetzerin ein Begriff ist.
»›Fahrt ins Licht‹ sammelt 66 Erzählungen, die wie geschaffen dafür sind, unterschätzt zu werden (…) Und doch zeigt gerade dieser Sammelband die einst von vielen Bewunderern wie Egon Erwin Kisch und strengen Kunstrichtern wie Karl Kraus gerühmte Erzählkunst der Autorin (…). Immer ist sie mit einem einzigen Satz mitten drin in der Geschichte, die sie erzählen möchte und die sie ohne rhetorischen Kraftaufwand mit kluger Erzählökonomie rasch vorantreibt. Ihre Geschichten spielen in der Wiener Vorstadt oder an der Riviera, sie handeln von Arbeiterinnen, die sich aus dem Elend herausarbeiten möchten, und von Gräfinnen, die um ihr Leben betrogen werden, von italienischen Köchen und amerikanischen Zeitungsmillionären, von Verzweifelten, die aus der Nacht ihrer Ängste ins Irrenhaus entfliehen, und von wahren Irren, die mitsamt ihrer gräßlichen Normalität ein reputierliches Leben in der guten Gesellschaft führen…« Karl-Markus Gauß
 

Die Autorin

geb. 1883 als Hermynia de Crenneville in Wien, gestorben 1951 in Radlett/ England.
1907 Heirat mit einem baltischen Grafen, 1919 Übersiedlung nach Berlin, seit 1921 Publizistin, Übersetzerin aus dem Russischen, Französischen und Englischen (u. a. des Gesamtwerks von Upton Sinclair), Autorin von Märchen, Kinder- und Jugendbüchern, Kriminalromanen, sozialistisch und antfaschistisch engagierter Gesellschaftsromanen und von Kurzgeschichten; 1933 Rückkehr nach Wien, 1938 Emigration in die Slowakei, dann nach England, wo sie ihre Bücher in englischer Sprache schreibt; nach dem Krieg wollte sie nach Wien zurückkehren, wurde aber (wie viele Exilautoren) von der herrschenden Kulturlobby bekämpft.
Wichtigste Werke: »Ende und Anfang« (1929, Erinnerungsbuch); »Unsere Töchter, die Nazinen« (1935, Roman); »Die Fahrt ins Licht« (1936, Erzählungen); »We Poor Shadows« (1944, Exilantenroman); »Came the Stranger« (1946 Roman; 1947 und 1996 deutschssprachige Fassung: »Als der Fremde kam«); »Kleine Geschichten von großen Dichtern« (1944, Prosaminiaturen über vergessene sowie von den Nazis ideologisch mißbrauchte österreichische Dichter wie Ferdinand Sauter, Jakob Julius David, Grillparzer oder Stifter).
 

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